
Soziallandesrat Wolfgang Fürweger äußerste sich kürzlich anlässlich eines Inklusionstages von Billa Plus zum Thema “Gehalt statt Taschengeld”. Die Lebenshilfe nahm das zum Anlass für ein Pressegespräch im Museum der Moderne, wo Halid Memic, ein ehemaliger Klient der Lebenshilfe seit 8 Jahren arbeitet und ein regelmäßiges Gehalt verdient.
Guido Güntert, Geschäftsführer der Lebenshilfe Salzburg: „Menschen mit Behinderungen sind vollwertige Bürger:innen, es steht ihnen daher auch eine vollwertige Sozialversicherung zu, die man über ein Arbeitsverhältnis erlangt. Vollwertige Sozialversicherung beinhaltet Arbeitslosenversicherung, Gesundheitsversicherung und Pensionsversicherung! Die Unternehmen zeigen enorm hohe Bereitschaft, Menschen mit Behinderungen einzustellen, aber die Rahmenbedingungen sind noch nicht optimal. Besonders der Föderalismus steht hier im Weg.
Soziallandesrat Wolfgang Fürweger:
„Es kann nicht sein, dass Menschen, die tagtäglich ihren Beitrag leisten, mit einem Taschengeld abgespeist werden. Arbeit muss sich lohnen – auch für Menschen mit Behinderungen. Unser klarer Anspruch ist es, hier Schritt für Schritt zu fairen und tragfähigen Lösungen zu kommen, die echte Teilhabe ermöglichen.“ Landesrat Fürweger wies auch darauf hin, dass wir aufgrund demografischer Gegebenheiten nicht auf die Arbeitsleistungen von Menschen mit Behinderungen verzichten können.
Roland Obenaus, Präsident der Lebenshilfe Salzburg: „Ich bin Angehöriger einer erwachsenen Tochter. Mir ist es wichtig, dass Menschen mit Behinderungen ihren ganz persönlichen Weg gehen können. Dafür setze ich mich ein.“
Thomas Fenninger, Museum der Moderne, Besucher:innenservice: „ Ich habe in meinem Team 5 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen und ich empfinde das als Bereicherung. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen haben sehr oft andere Zugänge zu den Dingen und kommen auf kreative Lösungen. Halid Memic ist jetzt seit 8 Jahren in unserem Team und ich freue mich, wie er sich bei uns entwickelt hat.“
Sehen Sie hier den ORF Beitrag "Salzburg heute" am 28.4. (ab nute 13)