Mehr Lebensqualiät durch Technologie (Erasmus+)
Erster Platz bei ERASMUS+ AWARD für Projekt „Mehr Lebensqualität durch personenzentrierte Technologie“!
Wir freuen uns sehr, dass das Projekt „Mehr Lebensqualität durch personenzentrierte Technologie“, das die Lebenshilfe Salzburg bei der europäischen Förderschiene Erasmus Plus eingereicht hat, ausgezeichnete Bewertungen von den ExpertInnen erhielt und nun sogar den Erasmus+ Award dafür erhalten hat!
Ein Konsortium aus sieben österreichischen Lebenshilfe-Organisationen machte sich
auf den Weg, um Menschen mit Lernschwierigkeiten einen besseren Zugang zur
digitalen Welt, mehr Teilhabemöglichkeiten in unserer modernen Gesellschaft sowie mehr Unabhängigkeit und Lebensqualität zu ermöglichen.
Technik spielt in unserem Alltag mittlerweile eine große Rolle, ist in fast allen
Lebensbereichen von zentraler Bedeutung und verändert die Art, wie wir leben,
arbeiten und kommunizieren. Menschen mit Beeinträchtigung kann sie helfen, Barrieren zu überwinden und mehr Autonomie und Selbstbestimmung zu erlangen.
Leider haben Menschen mit Beeinträchtigung deutlich weniger Zugang zu Alltags-
und assistierender Technologie als andere. Diese digitale Kluft gilt es abzubauen, und unser Projekt will dazu einen Beitrag leisten.
Die Projektfinanzierung ermöglicht uns, drei Organisationen zu besuchen, die sich für
ihre innovativen und erfolgreichen Modelle im Zusammenhang mit
personenzentrierter Technologieinternational einen Namen gemacht haben. Sie
bieten mehr als 30 TeilnehmerInnen maßgeschneiderte Trainings zu drei zentralen
Themen:
- Gestaltung von Fort- und Weiterbildungsangeboten für Menschen mit
Lernschwierigkeiten, ihre Angehörigen und AssistentInnen. Die Bildungsmaßnahmen
sollen Bewusstsein für und Wissen über das Potential (assistierender) Technologie
schaffen, und Menschen mit Beeinträchtigung dabei unterstützen, sich besser in der
digitalen Welt zurecht zu finden.
Zu diesem Thema wollen wir von Learning Disability Wales im Vereinigten Königreich
lernen, da diese Organisation viel Erfahrung und Expertise dazu aufweist. - Personenzentrierte Technologie soll mehr Eingang finden in die individuellen
Unterstützungspakete unserer NutzerInnen. Im Rahmen von Persönlicher
Zukunftsplanung kann auch Technik dafür eingesetzt werden, um Teilhabe und
Selbstbestimmung gemäß der der individuellen Wünsche und Bedürfnisse zu
verwirklichen.
Zu diesem Thema wollen wir von Hft, einer großen englischen
Dienstleistungsorganisation für Menschen mit Lernschwierigkeiten, lernen. Sie hat
ein innovatives Modell für die Nutzung personenzentrierter Technologie durch
Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt, und nutzt es seit vielen Jahren
erfolgreich mit Hilfe eines internen ExpertInnenteams. - Unabhängige Information und Beratung, die keine kommerziellen Ziele
verfolgt, ist zentral dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigung Zugang zu
bedarfsgerechter Technologie finden, die ihren Vorlieben und ihrem Lebensstil
entspricht. Zum Paket gehören auch Produktanpassung, Schulung und Wartung,
ohne die technische Hilfsmittel leider bisher oft innerhalb kurzer Zeit ungenützt in der
Ecke liegen blieben. Derzeit stehen uns in Österreich solche Zentren nicht zur
Verfügung.
AIAS Bologna in Italien ist eine Vorzeige-Organisation, die von den Behörden der
Emila Romagna finanziert wird und allen Menschen und Organisationen der Region
offensteht, die Interesse und Bedarf an irgendeiner Form von assistierender
Technologie haben. Das Zentrum bietet sehr breite Unterstützung: es wird informiert,
beraten, ausprobiert, entlehnt, angepasst, geschult etc.
Bei dieser Organisation interessiert uns das Management-Modell ebenso wie die
inhaltliche Arbeit, da die Lebenshilfe-GeschäftsführerInnen prüfen wollen, wie wir ein
solches Beratungszentrum in Österreich aufbauen können.
Mit dem erworbenen Wissen wollen die Lebenshilfen ihre Fortbildungsangebote
ausbauen, personenzentrierte Unterstützung mit assistierender Technologie
bereichern und Menschen mit Beeinträchtigung sowie ihren Angehörigen und
UnterstützerInnen unabhängige Information und Beratung zur Nutzung
personenzentrierter Technologie ermöglichen. Diese Maßnahmenpakete sollen dazu
beitragen, die digitale Kluft abzubauen, und Menschen mit Lernschwierigkeiten mehr
Autonomie, Teilhabe und Lebensqualität zu ermöglichen.