Österreichischer Selbstbestimmt-Leben-Preis geht erstmals an einen Salzburger Selbstvertreter

Der Dr.-Elisabeth-Wundsam-Hartig-Preis für den „außergewöhnlichen persönlichen Einsatz zur Förderung der Selbstbestimmung behinderter Menschen“ wurde am Samstag, den 22. Oktober 2016, in Wien zum insgesamt 7. Mal verliehen. Die angesehene Auszeichnung wird dabei erstmalig an einen „Mensch mit Lernschwierigkeiten“ vergeben, nämlich den Salzburger Selbstvertreter Erich Girlek.

Derzeit arbeitet Erich Girlek als Leiter des Selbstvertretungs-Büro in Salzburg, das er 2010 gemeinsam mit seinem Kollegen und einer Unterstützungs-Person aufgebaut hat. Das Büro wird seither von der Lebenshilfe Salzburg personell und finanziell unterstützt. Ein Gehalt verdient Girlek dort allerdings nicht. Er ist Mitglied im Leitungs-Team des unabhängigen Netzwerk Selbstvertretung Österreich, und im Selbstvertretungs-Beirat der Lebenshilfe Österreich. Darüber hinaus engagiert er sich als beratendes Vorstandmitglied im Verein knack:punkt – Selbstbestimmt Leben Salzburg und hat gemeinsam mit 20 anderen Menschen aus dem ganzen Bundesland letztes Jahr den Arbeitskreis Selbstvertretung Salzburg gegründet. Seit 2014 machte Erich Girlek eine Ausbildung zum Peer-Berater in Innsbruck, die er ebenfalls letzte Woche erfolgreich abgeschlossen hat. Mit dieser Ausbildung möchte er anderen Menschen mit Lernschwierigkeiten helfen, die zum Beispiel Schwierigkeiten haben einen Arbeitsplatz zu finden, oder aus einer Einrichtung ausziehen wollen.


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