Versprechen eingelöst: Ein Tag mit Bezirkshauptfrau Drexler
Nadine Brunner ist eine vielseitige junge Frau. In ihrer Arbeitsstelle, der Lebenshilfe Fachwerkstätte in Piesendorf, baut sie Holzjojos und Strickliesln oder arbeitet mit Filz. Heute durfte die neugierige 25-jährige einmal etwas ganz anderes machen: Als Assistentin von Bezirkshauptfrau Dr. Drexler hörte sie beim Sprechtag den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger zu, nahm bei MitarbeiterInnengesprächen teil und genoss das gemeinsame Mittagessen mit Frau Dr. Drexler und ihrem Team.
Geboren wurde die Idee, einen Tag lang die Arbeit der Bezirkshauptfrau kennen zu lernen, am 3. Dezember – dem internationalen Tag der Behinderung. Damals überreichte eine Gruppe von Selbstvertretern aus der Lebenshilfe ihre Forderungen zu einer inklusiven Gesellschaft an Frau. Dr. Drexler.
Nadine Brunner ist mittlerweile der 4. Gast mit Behinderung, die Frau Dr. Drexler einen Tag lang begleiten durfte. „Es ist unglaublich, wie viel neuen Schwung Menschen mit geistiger Beeinträchtigung durch ihren aufrichtigen und wertschätzenden Umgang in unseren Arbeitsalltag bringen“, resümiert die Bezirkshauptfrau, die diese Aktion auch in Zukunft fortführen will. „Ich habe viel gelernt von den Menschen mit Behinderung und bin fasziniert, wie offen und vorurteilsfrei sie anderen Menschen gegenübertreten. Wenn sie da sind, erlebe ich im Haus immer gute Stimmung und ein bisschen mehr Fröhlichkeit. Für unser Team ist das auf jeden Fall eine Bereicherung.“
Inklusion funktioniert. Die Aktion zeigt, dass Inklusion im Arbeitsbereich funktioniert. Menschen mit Behinderung haben Fähigkeiten, die sie einbringen können und die in jedem Betrieb eine Bereicherung sind. Es geht nur darum, es zuzulassen.
Nächster Schritt: PinzPower
Ein weiteres Ergebnis des 3. Dezember war die Teilnahme eines Menschen mit geistiger Behinderung im „PinzPower“ bei der Projektgruppe „Vorurteile“. Christian Zagorski – Selbstvertreter der Lebenshilfe Fachwerkstätte Piesendorf wird am 5. Mai, 14 Uhr in der Projektgruppe, in der auch Frau Dr. Drexler vertreten ist, mitarbeiten. Auch das ist gelebte Inklusion. Dass die Projektgruppe ausgerechnet am „Tag der Inklusion“ zusammenkommt, ist ein schöner Zufall.




