Ergotherapie-Studentinnen schulen Ehrenamtliche
Ein umfassendes Projekt im Rahmen ihrer Ausbildung im Studiengang Ergotherapie haben vier Studentinnen in Kooperation mit der Lebenshilfe Salzburg durchgeführt. „Unser Ziel war es, ergotherapeutisches Wissen an Ehrenamtliche weiter zu geben, das diese wiederum in ihre Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung einfließen lassen können“, erklärt Kerstin Rockenschaub. Gemeinsam mit ihren Kommilitoninnen Veronika Hörfarter, Franziska Riss und Barbara Rümmele hat sie sich ein mehrstufiges Programm sowohl für Ehrenamtliche als auch für Menschen mit Beeinträchtigung überlegt und als Projekt auch beim ENOTHE – Kongress 2011, einer europäischen Vernetzung der Ergotherapie-Ausbildungsstätten, eingereicht.
Medizinisches Wissen vermittelt
In einem ersten Schritt wurden grundlegende ergotherapeutische Kenntnisse an Ehrenamtliche weiter gegeben: Wie hebe ich jemanden richtig hoch? Wie gehe ich mit Rollstuhlfahrern und Hindernissen um? Was sind die Symptome bei Autismus oder Spasmus? Welche Formen der Epilepsie gibt es? Sieben Freiwillige waren gekommen, die das Angebot mit Begeisterung aufnahmen und die Studentinnen mit allerlei Problemen aus der Praxis konfrontierten.
Stoffdruck als Therapie
Dass auch Stoffdruck einen therapeutischen Effekt haben kann, erfuhren 11 Menschen mit Handicap auf sehr kreative Art und Weise. Gemeinsam mit den Studierenden wurden Stoffe bedruckt und dabei Feinmotorik, Koordination und Wahrnehmung geschult. Ein lustvoller Nachmittag für alle Beteiligten, der noch einmal mit den Ehrenamtlichen wiederholt wurde, um auch ihnen zu zeigen, wie therapeutischer Nutzen und Freizeitaktivität verbunden werden können.
„Das ganze Projekt wurde sowohl von den Ehrenamtlichen als auch von den Menschen mit Behinderung begeistert aufgenommen“, so Freiwilligen-Koordinator Anton Papst. „Je besser die Freiwilligen qualifiziert sind, desto wohler und sicherer fühlen sie sich bei ihren Tätigkeiten. Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule war auch in dieser Hinsicht großartig und wir hoffen auf weitere Kooperationen“.




