Ausstellung "Standpunkte" macht UN-Konvention sichtbar
Neun Menschen mit Beeinträchtigungen, die in ihrem Alltag von der Lebenshilfe und von Pro Mente begleitet werden, haben sich eineinhalb Jahre lang intensiv mit den Inhalten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen beschäftigt und diese mit ihren eigenen Lebenssituationen und denen anderer Betroffener in Zusammenhang gebracht. Unter der künstlerischen Leitung von Petra Hinterberger hat diese Gruppe etwa 10.000 Fotos gemacht . Eine Auswahl wird nun im Großformat – versehen mit Artikeln der UN-Konvention in leicht verständlicher Sprache am Elisabethkai ausgestellt.
Die Ausstellung begleitet die Salzburgerinnen und Salzburgern und alle Besucher auf ihren Wegen entlang der Salzach etwa einen Monat lang und zeigt unterschiedliche Standpunkte im Spannungsfeld zwischen Realität und Rechtsanspruch.
Die UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellt seit ihrer Ratifizierung im Oktober 2008 die rechtliche Basis für eine inklusive Gesellschaft dar. In dieser können alle Menschen von Anfang an gleichberechtigt teilhaben, unabhängig von Herkunft, Behinderung, Lebensalter, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung. Niemand wird ausgeschlossen. Alle erhalten die Unterstützung, die sie brauchen und alle profitieren davon.
Einige Zitate der Fotografen über die eineinhalb jährige Arbeit an dem Fotoprojekt „Standpunkte“:
Thomas Fischer: „Ich hab in dieser Zeit sehr viele interessante, neue Leute kennengelernt und es war interessant, wie unterschiedlich Menschen mit ihren Behinderungen umgehen.“
Thorsten Lichtmannegger: „Das Fotografieren im Hochformat fand ich sehr schwierig.“
Susanne Girlek: „Wenn ich die Leute zum Lachen gebracht habe, hab ich die besten Fotos gemacht.“
Vinko Najdek: „Besonders toll fand ich das Arbeiten mit einer echten Fotografin und Regisseurin. Einmal haben wir ein Fotostudio eingerichtet. Das war ein aufregender Tag“
Ausstellungseröffnung: Samstag, 5. Mai, 14 Uhr, Giselakai (Höhe Christuskirche)
Ausstellungsdauer: bis 3. Juni 2012




