Lebenshilfe zum Thema Inklusion
Der 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Diesen Tag nutzte die Lebenshilfe um durch verschiedene Aktionen auf das Thema Inklusion aufmerksam zu machen. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Inklusion lohnt sich“ beteiligten sich viele Personen aus Einrichtungen der Lebenshilfe. Lebenshilfe-Direktor Guido Güntert wies bereits zu Beginn darauf hin, dass das Thema Inklusion durch die Ratifizierung der UN Menschenrechtskonventionen für Menschen mit Behinderung im Jahr 2008 gesetzlich verankert sei und dass das Salzburger Behindertengesetz dringend dieser Konvention angepasst werden müsse. Eine wichtige Forderung wurde während der Veranstaltung immer wieder von Menschen mit Behinderung vorgebracht: „Wir wollen über unser Leben selber entscheiden.“ Am Podium waren auch Vertreter der Partnerorganisationen anwesend: Annemarie Seethaler, Direktorin des Bundesgymnasium Seekirchen zeigte sich überzeugt von der Langzeitwirkung, die die Zusammenarbeit mit einer Gruppe von behinderten Menschen, die an ihrer Schule seit etwa 10 Jahren das Schulbuffet betreibt, hat. Viele ihrer Schulabgänger zeigten verstärkt Interesse an Sozialberufen, melden sich zum Freiwilligen Sozialen Jahr oder gehen direkt nach der Schule zur Lebenshilfe, um dort ihren Zivildienst abzuleisten.
Reinhard Weinmüller, wirtschaftlicher Leiter von St. Virgil betonte ebenfalls die Nachhaltigkeit der Zusammenarbeit. „Wir sind in der Erwachsenenbildung tätig und somit gesellschaftlich meinungsbildende Multiplikatoren. Da ist es wichtig, dass wir auch gemeinsam mit Menschen, die eine Behinderung haben, arbeiten.“ Im Anschluss an die Diskussion waren die Selbstvertreter im Salzburger Landtag eingeladen, um ihre Forderungen vorzubringen.

Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. li.n.re.): Reinhard Weinmüller (St. Virgil), Alexander Dick (Schauspieler), Annemarie Seethaler (Gymnasium Seekirchen), Petra Hinterberger (Filmemacherin), Wolf Junger (Regisseur Blaue Hunde), Walter Maier (Integrative Arbeitsbegleitung der Lebenshilfe), Erich Girlek (Selbstvertreter), Guido Güntert (Geschäftsführer der Lebenshilfe)



